Ratgeber · 12. Oktober 2026 · 6 Min. Lesezeit
8 Dinge, die Sie wissen sollten, bevor Sie eine Website beauftragen
Eine Website in Auftrag zu geben ist eine der langlebigsten digitalen Investitionen eines Unternehmens. Falsch aufgesetzt kostet sie Jahre an Geld und Zeit; richtig aufgesetzt bringt sie Kunden, während Sie schlafen. Wenn Sie vor der Angebotsanfrage diese acht Punkte prüfen, ersparen Sie sich viele spätere Probleme.
1. Klären Sie zuerst, was Sie von der Seite erwarten
Soll die Seite Anrufe bringen, Onlinebestellungen, Termine oder einfach nur Vertrauen schaffen? Ihre Antwort bestimmt Seitenzahl, Design und Preis.
Notieren Sie, bevor Sie zu einem Entwickler gehen: Wen sprechen Sie an, was sollen Besucher nach dem Aufruf tun, wer sind Ihre Wettbewerber und welche Seiten gefallen Ihnen. Schon diese Notiz macht das Angebot deutlich genauer.
2. Fertig-Theme oder individuelles Design?
Fertige Themes sind schnell und günstig, doch dasselbe Theme nutzen Hunderte Seiten; Ihre Marke kann in einer Vorlage untergehen. Beim individuellen Design wird die Seite von Grund auf nach Ihrem Geschäft, Ihren Farben und Ihren Kunden gezeichnet.
Fragen Sie sich bei der Entscheidung: Ist diese Seite das wichtigste Schaufenster meiner Marke? Wenn ja, zahlt sich individuelles Design den Unterschied innerhalb weniger Monate wieder aus.
3. Auf wen werden Domain und Hosting registriert?
Eines der häufigsten Probleme: Die Seite wird gebaut, Domain und Hosting werden auf das Konto des Entwicklers registriert; trennen sich die Wege, bleibt die Seite als Geisel zurück.
Die Domain (zum Beispiel firmenname.com) muss unbedingt auf Ihren Namen laufen, und die Zugangsdaten müssen Ihnen übergeben werden. Stellen Sie sicher, dass Sie nach der Übergabe Zugriff auf Quellcode und Konten haben.
4. Wie sieht es auf dem Handy aus?
Die meisten Besucher öffnen die Seite am Handy. Eine Seite, die am Desktop schön aussieht, am Handy aber Texte überlaufen lässt und winzige Buttons hat, kostet Kunden.
Öffnen Sie in der Angebotsphase die Beispielarbeiten, die man Ihnen zeigt, auf Ihrem eigenen Handy und probieren Sie sie aus. Achten Sie auch auf die Ladezeit; Seiten, die länger als 3 Sekunden brauchen, verlieren Besucher.
5. Gefunden zu werden bei Google muss von Anfang an eingeplant sein
SEO ist kein Zierrat, der nach Fertigstellung der Seite hinzukommt; Überschriften, Seitenstruktur, Geschwindigkeit und Texte müssen von Beginn an darauf ausgerichtet sein.
Das Problem: Der Satz „SEO machen wir auch“ bleibt oft hohl. Verlangen Sie Folgendes: korrekte Überschriften auf den Seiten, eine Sitemap, die Einrichtung der Google Search Console und Inhalte, die auf die Suchanfragen Ihrer Branche geschrieben sind.
6. Sie sollten die Seite selbst aktualisieren können
Ein Preis hat sich geändert, ein neues Produkt ist da, die Telefonnummer ist anders; dafür möchten Sie nicht jedes Mal jemandem schreiben und warten.
Verlangen Sie einen Verwaltungsbereich ohne technische Hürden. Text, Foto, Produkt und Preis sollten Sie selbst ändern können und bei Bedarf Unterstützung bekommen.
7. Vertrag, Liefertermin und Rechnung
Arbeiten auf Basis mündlicher Absprachen enden oft mit Ärger. Diese drei Dinge müssen schriftlich festgehalten sein:
- ✓Was gemacht wird: Seiten, Funktionen und wie viele Korrekturschleifen enthalten sind
- ✓Wann geliefert wird und in welchen Stufen bezahlt wird
- ✓Dass eine offizielle Rechnung ausgestellt wird
8. Wer ist nach dem Launch an Ihrer Seite?
Mit dem Livegang ist die Arbeit nicht zu Ende. Ein Fehler kann auftreten, Sie möchten eine Seite ergänzen, ein Sicherheitsupdate kann nötig werden.
Fragen Sie im Angebot klar nach Dauer und Umfang des Supports nach dem Launch. Manche Entwickler sind nach der Übergabe nicht mehr erreichbar; deshalb ist es wichtig, die Supportbedingungen vorab schriftlich festzuhalten.